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Emotionen überfließen überall.

Heutzutage kann man jeden Tag banalen und extrem übertriebenen Emotionen begegnen. Jeder Moment hat eine passende Mimik und Gestik. Sie sind schon festgelegt. Trotzdem sucht man oft die Reaktion der Anderen in den Medien. Man möchte immer seine Emotion und Reaktion über eine Situation oder ein Ereignis bestätigen. Das Gesicht der Anderen zeigt einem, ob das Gefühl richtig ist.
In Medien sind die Ausdrucksformen der Emotionen schon ein Cliché geworden. Sie wurden durch Regeln und Erfahrungen gebildet. Sie haben schon die erwarteten Gestaltungen. Nicht nur Schauspieler und Schauspielerinnen zeigen sie, sondern auch das Publikum zeigt seine Emotionen, die es schon früher durch Medien gelernt hat. Sie kommen von unterschiedlichen Personen, aber man kann keinen großen Unterschied zwischen ihnen finden. Sie reproduzieren immer mehr, ahmen einander nach und sie vermehren sich unendlich. Sie kommen einfach wieder und wieder, danach verschwinden sie schnell wieder. Allerdings bemerkt man nicht die Verflüchtigung des Gesichts von einer bestimmten Person, weil der individuelle Charakter durch die wiederholte Ausdrucksform der Emotion erloschen ist.

Die Gesichter in den Medien sind jetzt nur ein Muster. Sie verlieren die eigene Mimik. Ihre Persönlichkeit ist nicht mehr so wichtig, weil sie nur als eine Methode funktionieren, um die Emotionen der Zuschauer zu manipulieren. Sie bewegen sich schematisch und Leute reagieren darauf automatisch.




2019

Animationsfilm (digitale Format)
00:04:24